Die Pflaume
Die Pflaume ist ein laubabwerfender Strauch oder Baum, der Wuchshöhen bis zehn Meter erreichen kann. Die Pflaume sowie die Kriech-Pflaume sind keine heimischen Holzarten. Der Stamm ist schlank mit einer braungrauen Borke, anfangs glatt, später länglich rissig. Die Baumkrone hat eine unregelmäßige Form. Sie blüht im April und Mai kurz vor und gleichzeitig mit dem Blattaustrieb. Die Blüten sind weiß, 2,5 Zentimeter breit, fünfzählig. Die Frucht ist eine essbare, fleischige, kugelige bis eiförmige, sauer bis süße, zwei bis 7,5 Zentimeter lange Steinfrucht mit einer glatten gelben bis rot-lila Schale. Die genaue Herkunft konnte bisher nicht geklärt werden. Die Pflaume wurde durch die sich zu uns im vergangenen Jahrhundert verbreitete Scharka-Krankheit fast ausgerottet. Für seinen Duft wird Pflaumenholz auch zum Räuchern von Fleisch verwendet.
Das Splintholz der Pflaume ist breiter und grau, der Kern ist graubraun bis rotbraun. Die Holzstrahlen sind mäßig erkennbar, die Poren sind fein, die Fasern leicht gebogen, die Jahresringe deutlich. Pflaumenholz findet Verwendung insbesondere in der Holzschnitzerei und Drechslerei. Aus dem Holz werden Schmuckstücke, exklusive Möbel, Küchengeschirr, Fasshähne, Zapfhähne, Lineale, Messergriffe oder Zigarrenspitzen hergestellt.


