Die Weißbuche

Die Weißbuche ist unsere heimische laubabwerfende Laubholzart, die Wuchshöhen von bis zu 25 Meter erreicht kann. An ungünstigen Standorten wächst sie als Strauch. Sie wird 150, ausnahmsweise auch 300 bis 400 Jahre alt. Sie verfügt über einen guten Stockausschlag. Das bedeutet, dass aus dem Stumpf eines gefällten Baumes gut ein neuer Baum wächst.

Der Stamm der Weißbuche vergabelt sich üblicherweise in stärkere Stämme bereits in Bodennähe. Die Rinde ist bis ins hohe Alter grüngrau und glatt mit prägenden dunkleren Streifen auf einem hellgrauen Grund. Nur sehr selten bildet sich eine aufgerissene Borke.

In tiefgründigen Böden bildet die Weißbuche ein Herzwurzelsystem aus, in flachgründigen Böden ist sie ein Flachwurzler.

Sie blüht im April bis Mai gleichzeitig mit der Entwicklung der Blätter. Die hängenden männlichen Kätzchen sind bis zu fünf Zentimeter lang, die weiblichen sind kürzer und schlanker. Die Mannbarkeit erreicht die Weißbuche mit 20 bis 30 Jahren, sie fruchtet jedes Jahr und relativ reich, die Samenjahre wiederholen sich alle zwei bis drei Jahre. Die Frucht ist eine im Herbst im Oktober reifende einen Zentimeter große Nuss, die den Winter über am Baum hängen bleibt.

Der grauweiße Kern setzt sich farblich nicht von Splintholz ab. Die Poren sind unsichtbar, die Holzstrahlen reich und sehr deutlich.

Verwendung

Das Holz der Weißbuche ist hart, insbesondere infolge seines gewundenen Wachstums schwer spaltbar. Es ist zäh und wenig haltbar. Eine längere Zeit hält es nur in freier Luft, unter feuchten Bedingungen modert es. Die hohe Dichte des Holzes sorgt für den höchsten Heizwert unter unseren Holzarten.

Das Holz der Weißbuche hat eine hohe mechanische Festigkeit, dadurch ist es für die Herstellung unterschiedlicher Gegenstände gut geeignet (Hobel, Stiele, Schäfte, mechanische Teile der Tasteninstrumente). Die Weißbuche verträgt auch Heckenschneiden, deswegen eignet sie sich sehr gut als Heckenpflanze.

Dank seiner mechanischen Festigkeit wurde das Weißbuchenholz früher dort verwendet, wo ein starker Verschleiß zu erwarten war. Aus dem Holz der Weißbuche wurden so Teile von Maschinen hergestellt (wie zum Beispiel Nockenlager, Zahnräder, Flaschenzüge, Einfassungen von Maschinensägen), aber auch Holznägel, Holzschrauben, Werkzeuge, Zapfen, Hobel, Keile, Kegel, Schuhspanner, mechanische Teile der Tasteninstrumente. Die Rinde diente zum Färben von Wolle. Dank seines Heizwerts wird das Weißbuchenholz als Brennstoff verwendet.

Gegenwärtig wird die Weißbuche als Heckenpflanze verwendet, weil sie den Heckenschnitt gut verträgt.