Gemeine Esche

Die Esche ist unsere heimische schnell wachsende, lichtliebende, laubabwerfende Laubbaumart, mit Wuchshöhen von 30 bis 40 Metern. Oft bildet sie eine vergabelte Baumkrone heraus. In der Jugend (bis etwa 15 Jahre) beansprucht sie Beschattung. Unter ungünstigen Bedingungen kann sie auch als Strauch wachsen. In Beständen wird sie im Durchschnitt 100 Jahre, ausnahmsweise auch 250 Jahre alt. In der Tschechischen Republik gehört die Esche zu den wichtigsten Laubholzarten, ihr gegenwärtiger Anteil an der Waldzusammensetzung beträgt 1,4 Prozent. Zusammen mit dem Ahorn ist es die achte der am meisten vorkommenden Laubholzarten im Wald.

Der Stamm ist lang, gerade und walzenförmig, die Rinde ist in der Jugend glatt, grüngrau, später bildet sich eine graubraune oder dunkelgraue Netzborke heraus.

Das Senkwurzelsystem ist reich verzweigt, dadurch ist der Baum windfest.

Die Esche blüht im April, bevor das Blattwerk ansetzt. Die Blüten können eingeschlechlig oder zwittrig sein und auf derselben, oder auf getrennten Pflanzen wachsen.

Im Freistand erreicht die Esche ihre Mannbarkeit im Alter von 20 Jahren, im Bestand mit 30 bis 40 Jahren Die Frucht der Esche ist eine längliche geflügelte Nussfrucht an langen hängenden Stielen. Die Nussfrüchte reifen im Herbst und bleiben am Baum den Winter über.

Das Splintholz der Esche ist breit und hellgelb, der Kern ist graubraun. Das Frühholz hat deutliche Gefäße, in Querschnitten bilden sich gut sichtbare Poren aus. Die Holzstrahlen sind mit bloßem Auge fast unsichtbar.

Verwendung

Das Eschenholz zählt zu unseren wertgeschätzten Holzarten. Die Esche wächst zwar schnell, ihr Holz weist aber eine sehr hohe Qualität aus, es ist fest, außergewöhnlich elastisch, biegsam und zäh, es platzt wenig, es ist schwierig, aber gerade spaltbar. Es wird im Möbelbau, zur Herstellung von Furnieren, Parkett, Baseballschläger, Rudern, Turngeräten, Musikinstrumenten und im Flugzeugbau verwendet. In feuchter Umgebung ist es wenig, in trockener Umgebung sehr haltbar. Es hat auch einen hohen Heizwert.

Als ein widerstandsfähiges und elastisches Holz wurde Eschenholz zur Herstellung von Bögen und Pfeilen verwendet. Früher wurde Eschenholz auch zur Herstellung von Werkzeugen verwendet, wie Rechen, Nägel für Kleiderständer, Griffe, Schäfte, Stangen, Karren. Aus Eschenholz wurden zum Beispiel Kutschen, Karosserien der ersten Automobile, Skier und Schlitten hergestellt.