Traubeneiche

Die Traubeneiche ist unsere langlebige, langsam wachsende, deutlich licht- und wärmeliebende, laubabwerfende Laubholzart, die Wuchshöhen bis 30 Meter erreichen und 400 bis 500 Jahre alt werden kann. Gegenüber der Stieleiche ist sie in der Regel kleiner und wird auch nicht so alt. An wärmeren Standorten leidet sie stellenweise unter massivem Befall durch die Eichenmistel, einer Halbschmarozerpflanze.

Der Stamm ist dünner, als der der Stieleiche, die unregelmäßige Krone ist länglich gestreckt. Die Rinde ist in der Jugend rotbraun, glatt, später dunkelgrau, tief langrissig.

Sie hat ein mächtiges Pfahlwurzelsystem, dem aber die Hauptwurzel fehlt. Das ist auch der Grund, warum die Traubeneiche manchmal unter Windwurf leidet.

Im Freistand erreicht der Baum die Mannbarkeit im Alter von 30 bis 40 Jahren, im Bestand mit 50 bis 70 Jahren, die Samenjahre widerholen sich nach drei bis fünf Jahren. Sie blüht im Mai gleichzeitig mit der Laubentwicklung, etwa 14 Tage später, als die Stieleiche. Die Eiche ist eine einhäusige Pflanze, die Blüten wachsen getrennt auf demselben Baum. Die Frucht sind Eicheln, die im September bis Oktober reifen und nach ihrer Reife sofort abgeworfen werden. Die Eicheln der Traubeneiche sind kleiner, als die der Stieleiche.

Das Splintholz der Traubeneiche ist gelblichweiß, das Kernholz rotbraun. Die Nutzung des Holzes ist ähnlich, wie das der Stieleiche.