Der Spitzahorn
Der Spitzahorn ist eine halbschattige, langsam wachsende, sommergrüne Laubholzart, die eine Wuchshöhe von 25 bis 30 Meter erreichen und 150 bis 200, ausnahmsweise auch 400 Jahr alt werden kann. Bei Verletzung der Blätter tritt aus dem Blattstiel Milchsaft aus. Der Spitzahorn kommt an nährstoffreichen Schuttfeldern oder in Schluchten vor, zusammen mit der Weißbuche, der Linde, der Ulme und weiteren Holzarten, selbständige Bestände werden durch ihn meistens nicht entwickelt. Im Böhmerwald wächst er in Höhen bis 1 100 Meter.
Der Stamm des Spitzahorns ist aufrecht, relativ hoch über der Oberfläche verzweigt er sich in stärkere Äste. Seine Krone ist meistens regelmäßig, rund und breit. Die Rinde junger Bäume ist hellgrau und glatt, später dunkelgrau bis rötlich mit einer längsrissigen Borke.
Der Spitzahorn verfügt über ein Herzwurzelsystem, die Wurzeln reichen bis in sechs Meter Tiefe und verankern somit den Baum gut im Boden.
Im Freistand erreicht der Spitzahorn die Mannbarkeit im Alter von 20 bis 30 Jahren, im Bestand erst mit 30 bis 40 Jahren. Die Blütezeit beginnt kurz vor dem Austrieb der Laubblätter Ende April, Anfang Mai. Die Früchte sind paarweise geflügelte, vier Zentimeter lange, stumpfwinklige Nüsschen, die im September reifen.
Das Holz des Spitzahorns wird zu ähnlichen Zwecken, wie das des Berg-Ahorns verwendet, seine Qualität ist aber geringer. Verschiedene Sorten des Spitzahorns werden oft in Parkanlagen und Gärten gepflegt.



